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Dienstag, 13. November 2018 20:00

IRISH FOLK FESTIVAL 2018

Music Knows No Borders Tour

Gerade in unruhigen Zeiten, wie dem Brexit stellt sich einmal mehr die Frage: Wohin gehören die Iren wirklich – zu England oder zu Europa? Wie werden die Grenzen jetzt neu geordnet? Doch wer sich mit irischer Kultur auskennt, der weiß: Musik, Tanz und Gesang sind der Stoff aus dem Träume sind. Sie kennen keine Grenzen ,und dass das Leben in einer Welt ohne Grenzen lebenswerter ist, daran will die „Music knows no borders“ Tour dieses Jahr erinnern. Dazu kommen wieder vier hochkarätige Bands auf die EMPORE Bühne.

 

Christy Barry & James Devitt  - Doolin Music House

Die zwei in Ehren ergraute Gentlemen sind Urgesteine der traditionellen Szene der Grafschaft Clare. Seit über 50 Jahren sind Christy Barry & James Devitt aus dem musikalischen Leben rund um Doolin und die Cliffs of Moher nicht wegzudenken. Christy spielt Querflöte, Tin Whistle und Spoons – James die Fiddle. Mit ihrem so entspannt gespielten „old time“ Stil haben sie dazu beigetragen, dass das kleine Dorf an der Westküste weltberühmt geworden ist.

 

Joanna Hyde & Tadhg Ó Meachair - Folk For The Foxes

Joanna Hyde & Tadhg Ó Meachair sind frisch verheiratet und das IFF ist für die zwei eine Art verspätete Hochzeitsreise. Wie gut das frisch gebackene Ehepaar harmoniert, kann man auf ihrem Debüt-Album „One For The Foxes“ hören. Hier finden sich sowohl irische als auch amerikanische Tunes und Songs wieder. Kein Wunder, denn Joanna ist Amerikanerin und Tadhg Ire. Weder der amerikanische noch der irische Folk gewinnt die Überhand. Es entsteht ein eher transatlantischer Klang, der sich frisch anhört und neugierig auf mehr macht. Tadhg spielt sowohl Piano als auch Akkordeon. Bekanntheit erlangte der mehrfache „All Ireland Champion“ als Tastenmann der Irischen Supergruppe Goitse. Joanna spielt eine dynamische Fiddle mit einem großen warmen Ton. Ihre lyrische Stimme überzeugt mit vielen ausdruckstarken Facetten und zusätzlich dazu kann sie sogar Steppen!

 

Ailie Robertson’s Traditional Spirits - A Musical Tribute To Scottish Whisky

Ein großer Whisky muss jahrzehntelang reifen und gewinnt so immer mehr an Charakter. So ist es auch mit großen Künstlern wie Ailie Robertson, die als eine der führenden Harfenistinnen und Komponistinnen Schottlands gilt. Beim IFF stellt sie ihr einmaliges Projekt „TRADITIONAL SPIRITS“ vor. Es ist eine Hommage an das flüssige Gold Schottlands. Ailie sieht deutliche Parallelen zwischen den uralten Traditionen des Whisky und des Scottish Folk. Beide werden von Generation zu Generation weitergegeben und beiden liegen nur ein paar wenige Elemente zu Grunde. Whiskybrenner verwenden Gerste, Wasser und Hefe. Musiker legen los mit sieben Tönen und einer Handvoll Rhythmen. Trotzdem gleicht kein Whisky dem anderen und so ist es auch mit den vielen regionalen Stilen des Scottish Folk. Die „TRADITIONAL SPIRITS“ sind ein Dutzend Kompositionen, die im Stile einer symphonischen Dichtung verschiedene Phasen der Whiskyherstellung zu Gehör bringen. Der wilde Gärungsprozess, das hitzige Destillieren und das besinnliche Reifen. All das werden uns Ailie und ihr Sextett einschenken. Ganz nach der alten Kunst des „Whisky Blending“ wird Tradition, Jazz und Klassik gemischt.

 

THE OUTSIDE TRACK - Tradition With New Wings

An ihnen kommt man nicht vorbei, wenn man die erfrischenden und kreativen Interpreten keltischer Musik in dieser und letzter Dekade aufzählen will. Wie der Bandname es schon andeutet, wollte das Quintett eine neue Perspektive anbieten. Eine, die einen frischen Blick von außen auf eine ehrwürdige Tradition wirft und sie erneuert. Seitdem haben die jungen Damen in der keltischen Musikszene nicht nur „outside“ sondern auch „inside“ markante Spuren hinterlassen. Die Fans haben jetzt die Gelegenheit, die Spur aufzunehmen und zu entdecken, wohin die musikalische Reise seit 2013 gegangen ist, als die Band das letzte Mal am IFF teilgenommen hat. Überschäumende Spiellaune, beeindruckende Virtuosität, Stepptanzeinlagen, eigenwillige Arrangements und eine Sängerin mit einmaliger Stimme. Die Musikerinnen pumpen die althergebrachten Melodien mit Energie, Frische und guter Laune auf, so dass diese schwerelos werden und einfach abheben.

 

 

 

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Fotos: © Petr Pandula, Maurice Gunning

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