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Freitag, 21. Dezember 2018 20:00

DAS RUSSISCHE NATIONALBALLETT

Schwanensee

In den letzten Jahren begeisterten herausragende Tänzer mit je zwei ausverkauften Veranstaltungen das EMPORE-Publikum. Erleben Sie das traditionsreiche Russische Nationalballett auch in diesem Jahr wieder mit ihrer großen Kunst in der Nordheide!

Klassisches Ballett - woran denken Sie zuerst? In neun von zehn Fällen – entsteht vor dem geistigen Auge ein Bild von zierlichen Tänzerinnen in weiß schimmernden Tutus, die Gesichter von weißen Federn umrahmt, ein nobler Prinz, der sich in ein Traumwesen verliebt...  Unwissend woher, und doch ist es immer wieder dasselbe Bild aus Schwanensee. Diese eine Vorstellung verkörpert das, was klassisches Ballett ausmacht – heute wie vor 100 Jahren.  Deshalb haben wir uns für unser alljährliches Dezembergastspiel der mehr als 40 Tänzer vom Russischen Nationalballett am Abend um 20 Uhr den Klassiker von Tschaikowsky gewünscht. Am Nachmittag um 16 Uhr wird mit dem „Märchen-Ball“ ein speziell für Kinder und Familien inszenierte Ballett-Gala getanzt.

Das Russische Nationalballett wurde in den späten 80er Jahren, während der Zeit der Perestroika, als erste unabhängige Kompanie Russlands gegründet. Der Gründer war der legendäre Star und erste Solist des Bolschoi Balletts Maris Liepa. Die ersten Solisten kamen vom Bolschoi, vom Kirow Ballett sowie aus Riga, Kiev und Kasan. Heute hat das Russische Nationalballett seine eigenen Ausbildungsstätten mit über 100 Tänzern und hervorragenden Ballettmeistern mit internationalem Ruhm und breitgefächerter Erfahrung. Alle Tänzer sind Absolventen der besten Ballettschulen Russlands, mit herausragenden tänzerischen Leistungen und internationalem Renommee. Oberstes Gebot des Ensembles ist ein harmonisches, in sich geschlossenes Gesamtbild und eine absolut präzise Tanztechnik. Davon konnten sich die Besucher in der EMPORE in den letzten Jahren immer wiederüberzeugen.

Die Uraufführung von Schwanensee 1877 im Bolshoi-Theater in Moskau war ein völliger Reinfall. Eine miserable Choreographie und eigenmächtige Veränderungen der eitlen Ballerina haben das große Werk von Tschaikowsky fürs erste aus der Öffentlichkeit wieder verschwinden lassen. Erst 1894 in St. Petersburg wurde ein neuer Anfang mit Schwanensee anlässlich einer Gala zu Ehren des Komponisten gewagt. Das Publikum war begeistert.

Im folgenden Jahr haben Petipa (1. und 3. Akt) und Iwanow (2. und 4. Akt) das gesamte Werk choreographiert. Die Aufführung wurde wiederum zu einem rauschenden Erfolg. Und so blieb es bis heute. Wenn Petipa den Verstand des russischen Balletts verkörperte, dann ganz gewiss sein Herz und seine Seele und so war es denn auch durchaus kein Zufall. Die Botschaft von Tschaikowsky von der Kraft der Liebe, die den Tod überwindet, indem sie sich für den Geliebten aufopfert. Iwanow wird mit dem zweiten Akt  zum entscheidenden Wegbereiter des sinfonischen Balletts.

Es gilt fürs Ballett überhaupt und für Schwanensee im Besonderen: Liebe und Sehnsucht, Einsamkeit und Eifersucht, Wut, Schmerz und Glück – all die großen Empfindungen sind mit der Körpersprache so inbrünstig und überdimensional darzustellen, wie man es dem gesprochenen Wort niemals abnähme. „Wenn ich mit Worten  ausdrücken könnte, was ich verspüre, brauchte ich nicht zu tanzen.“ So hat es die berühmte Margot Fonteyn in wenigen Worten zusammengefasst.

Der Inhalt von Schwanensee ist eigentlich ein ganz einfaches Märchen. Ein junger Fürstensohn soll heiraten, um die Dynastie zu erhalten. Prinz Siegfried verliebt sich aber leider nicht in eines der vorgesehenen jungen Damen, sondern in ein zauberhaftes fremdes Mädchen, der er ewige Treue schwört. Die wunderschöne Odette ist jedoch mit einem bösen Zauber belegt und darf nur nachts für wenige Stunden menschliche Gestalt annehmen. Der Magier lässt daraufhin seine eigene Tochter in der Gestalt von Odette zu einem Fest auf dem Schloss erscheinen, um den Prinzen zu täuschen. Der verblendete Prinz bricht ungewollt sein Treueversprechen. Als er dies erkennt, erbittet er Vergebung, die ihm auch gewährt wird. Am Ende besiegt er sogar noch den bösen Zauberer selbst, sodass der Triumph der Liebe vollkommen wird.

„...Mit  der schwebenden Leichtigkeit und Eleganz von Porzellanfigürchen machten die Balletteusen und Tänzer die exakte Arbeit und athletische Strenge vergessen, die hinter der Aufführung steckt. Mit exaktem Flügelschlag entführte das Russische Nationalballett die Zuschauer in eine Welt der Schwerelosigkeit und Poesie.

„Das Publikum erlebte dank des bravourösen Einsatzes und der Ausdrucksstärke des Russischen Nationalballetts eine tanztechnisch brillant angelegte Bewegungssinfonie...“ (Süddeutsche Zeitung)

 

Ermäßigung bis 17 Jahre erhalten Sie nur direkt in der Kartenkasse der EMPORE oder unter 04181 / 28 78 78

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